Verfasst von: Marc | 28. Juli 2009

Ergebnis des zweiten S-Bahn-Gipfels bei Senatorin Junge-Reyer


Hier für alle betroffenen Barnim – Berlin  Pendler zur Information.

Die S-Bahn muss alle Ersatzleistungen zahlen – na hoffentlich sind die nicht hinterher Pleite.

Wir werden besser über den Notfahrplan informiert und dieser wird täglich Optimiert also verändert (na toll die improvisieren also täglich neu)

Eine Ende der Misere ist nicht abzusehen zu mindest kann man bisher kein Zeitfenster nennen (ganz toll)

Hier der Orginal Text der Pressemitteilung

Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat heute die Vorstandsvorsitzenden bzw. Geschäftsführer von der DB Personenverkehr, Ulrich Homburg, der S-Bahn, Peter Buchner, den Vorstand Finanzen der BVG, Henrik Falk, sowie vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg Arnd Schäfer zu einem erneuten Spitzengespräch eingeladen, um den Stand der Umsetzung der am 17.07.2009 vereinbarten Maßnahmen festzustellen und weitere Schritte zur Lösung der aktuellen S-Bahnkrise zu vereinbaren.

Die wichtigsten Vereinbarungen am 17.07.2009 waren

  • die Durchführung eines Notfallfahrplanes, der die auf ein Drittel der Normalkapazität eingeschränkten Züge möglichst nachfrageorientiert und vorrangig zur Bedienung des Pendlerverkehrs einsetzt,
  • eine ständige Optimierung dieses Konzeptes durch eine täglich zusammentretende Steuerungsrunde aller Beteiligten Unternehmen unter Leitung des VBB, die Bereitstellung umfassender Informationen über Ansagen, Informationsblätter, Wegweisungen und Fahrgastbetreuer,


Senatorin Junge-Reyer: „Von den Verkehrsunternehmen und dem VBB konnte heute dargestellt werden, dass die Ausnahmesituation gemessen an der Schwierigkeit der Lage bewältigt wird. Möglich wurde dies durch das tägliche Beobachten der Situation, das Nachsteuern und die gute Kooperation der Verkehrsunternehmen aber auch durch die erneut bewiesene Flexibilität der Berlinerinnen und Berliner, die zum wiederholten Male gezeigt haben, dass sie mit schwierigen Situationen intelligent umgehen können. Dennoch: zufrieden können wir noch lange nicht sein. Die DB muss beweisen, dass ein vollständiges Umdenken eingesetzt hat und dass sie alles tut, um die Sicherheitskontrollen zu beschleunigen und neues Material einzusetzen.“

Rund eine halbe Millionen Fahrgäste haben in den letzten Tagen trotz aller Schwierigkeiten täglich die S-Bahn und die Ersatzangebote (Regionalbahn, Bus) genutzt. Gegenüber den sonstigen Ferientagen hat die BVG rund 175 000 Fahrgäste zusätzlich befördert. Weitere Fahrgäste nutzten Fahrräder, Taxis oder den eigenen Pkw.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde ab Mitte der Woche die Kundeninformation durch den Einsatz zusätzlicher Kundenbetreuer verbessert, so dass jetzt 120 Kundenbetreuer im Einsatz sind. Die S-Bahn sicherte zu, das diese Kundenbetreuer auch dauerhaft im Einsatz bleiben. Zweisprachige Wegweisung und Ansagen sowie mehrsprachige Informationsblätter verbesserten ebenfalls das Informationsangebot.

Vereinbart wurden weitere Verbesserungen vor allem zur Fahrgastinformation.
Auf Bitte der Senatorin haben die Verkehrsunternehmen nochmals bekräftigt, dass für die bevorstehende Leichtathletik-Weltmeisterschaft und andere Großveranstaltungen für die An- und Abfahrt zum Olympiastadion ausreichende Kapazitäten bereitgestellt und eine gute Information der Gäste sichergestellt wird.

Besprochen wurden auch die Grundsätze der Finanzierung der laufenden Maßnahmen: Es besteht Einvernehmen, dass die Finanzierung aller Ersatzverkehre und sonstigen Kompensationsmaßnahmen zwischen der S-Bahn Berlin GmbH und den jeweiligen Verkehrsunternehmen geregelt wird. Für das Verhältnis zwischen S-Bahn Berlin GmbH und den Ländern gilt der Verkehrsvertrag mit den entsprechenden Regelungen zur Abgeltung von Ersatzverkehren. Darüber hinausgehende finanzielle Ausgleichsforderungen der Verkehrsunternehmen gehen allein zu Lasten der S-Bahn Berlin GmbH. Selbstverständlich gilt weiterhin, dass ausgefallene Leistungen nicht vergütet werden.

Senatorin Junge-Reyer: „Nun ist es wichtig, den Blick nach vorn zu richten. Das heißt, dass für die Zeit nach Ende des Ausnahmezustandes die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die S-Bahn ihre Leistungen vertragsgerecht, stabil und auf dem erforderlichen Qualitätsniveau erbringt. Ich habe die S-Bahn aufgefordert darzustellen, wie sich das Verkehrsangebot zum Ende der Ferien darstellt. Vorrangiges Ziel ist es, das Vertrauen in den guten ÖPNV in Berlin wieder herzustellen. Das kann nur gelingen, wenn die Wagenreserven wie angekündigt erhöht und ausreichende Reparaturkapazitäten sichergestellt werden. Die Bahn AG muss die dazu erforderlichen Weichen rechtzeitig stellen.“

Fest vereinbart ist im übrigen, dass im Herbst der bestehende Vertrag mit der S-Bahn nach verhandelt wird, um die Leistungsqualität der S-Bahn dauerhaft sicherzustellen.

Senatorin Junge-Reyer:
„Vorrangig ist jetzt aber, so schnell wie möglich wieder einen „optimierten“ Normalzustand herbeizuführen.“

Quelle: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/

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Responses

  1. Interessant an dieser Stelle wäre außerdem, ob die hunderttausenden Pendler, die Jahres-, Monats-, Umweltkarten oder sonstiges haben, Ersatzansprüche gegen den VBB haben, da ja ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Leistungszusage,, die Nutzung der S-Bahn, nun nicht eingehalten werden kann …. vielleicht kennt sich da jemand aus?


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