Verfasst von: Marc | 30. März 2009

Demografische Entwicklung im Barnim Prognose vs. Realität


Kitas an Kapazitätsgrenzen

Was die Prognose der Bevölkerungsentwicklung im Barnim angeht so bin ich mittlerweile recht misstrauisch geworden. Der prognostizierte Sinkflug brachte die Kommunalpolitik dazu Kitas und Grundschulen zu schließen. Jetzt bekommen wir vermehrt Meldungen das gerade bei Kitas die Kapazitätsgrenzen erreicht sind und das ab dem Jahr 2011 echte Engpässe zu befürchten sind. Ein Signal das den Rückschluss zulässt das die Prognosen überarbeitet werden müssen.

Elterngeld verändert Spielregeln

1 Millionen Mehr Kinder Bundesweit ist eine sehr posive Entwicklung.  Die Einführung des Elterngeldes hat hier die Spielregeln verändert, trotzdem werden diese Prognosen bei vielen Entscheidungen herangezogen.  So ist die Warscheinlichkeit von struckturellen Fehlentscheidungen auf der Basis veralterter Daten recht hoch. Wir schaffen mit unter Tatsachen die uns in der Zukunft in echte Schwierigkeiten bringen können.

Überarbeitung der Prognosen unabdingbar

Die Prognosen müssen hier unbedingt neu betrachtet und aktualisiert werden um auch Fakten zu haben auf deren Basis die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Die Entscheider der Kommunalpolitik sollten hier dringent darauf hinarbeiten das diese Daten kritisch betrachtet werden und auch in den aktuellen Entscheidungen sollte man sich der Schwächen dieser Prognose bewusst werden.

Eine Prognose ist, wie nur mit Blick in den Rückspiegel, anhand der zurückliegenden Strecke, dem Straßenverlauf nach forn zu folgen also ein schwieriges Unterfangen.

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Responses

  1. Das die Bevölkerungsentwicklung im Barnim positiver verläuft als prognostiziert ist zunächsteinmal eine gute Nachricht. Mich würden die dazugehörigen Zahlen interessieren. Die beiden Argumente die als Begründung angeführt wurden, haben zum Teil andere Ursachen, als die Bevölkerungsentwicklung. Der zukünftige Engpass in den Kitas hat unter anderem mit dem kommenden Rechstanspruch eines jeden Kindes auch unter drei Jahren auf einen Kitaplatz ab 2013 zu tun. D.h. jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Kita-Platz. Bisher wurde die Annerkennung eines Platzanspruches für Kinder über drei Jahren in Brandenburg (seit der Wende) relativ regiede gehandhabt. Die bestehenden Plätze müssen also auf jeden Fall ausgeweitet werden. Schon wegen dem neuen Gesetz.
    Zur Statistik mit dem Elterngeld kann man nur sagen, dass die Zahlen so gut aussehen, weil man sich den besten Zeitraum herausgegriffen hat. Bereits für das letzte Quartal 2008 brechen die Geburtenzahlen wieder fast auf das Vorelterngeldniveau ein. Da bleibt abzuwarten wie sich das Elterngeld langfristig auswirkt.
    Aber unabhängig davon, wie die Zahlen aussehen, bin auch der Meinung, das eine langfristige Planung wichtig ist. Nur wegen 2 oder 3 zu schwacher Jahrgänge sollten Schulen nicht geschlossen werden. Im Gegenteil, wenn die letzte Schule schließt, verändert sich das Leben im Ort.


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